fotografie
Milch

Herrentoilette im KuBa, 2. Stock
Acrylfarbe auf Tetra Pak, 2011/2019
Meine Installation von 2011 – mittlerweile bemalt – hängt noch immer.
Graffiti
Meine Schwiegermutter hat am 1. November Geburtstag & lebt auf dem Land. Manchmal versuchen wir, mit öffentlichen Verkehrsmitteln dahin zu kommen. Von der Stadt aufs Land. Und wieder zurück. In die Stadt. Weil, es gibt dort meistens schweren Côtes du Rhône zum Abendessen.
Lange nach dem Abendessen, gegenüber der Bushaltestelle, schaute ich dieses Jahr auf dieses Graffiti. Auf dem Land, auf dem Weg zurück in die Stadt. Wir wussten zuerst nicht, ob es uns Angst machen oder uns erheitern sollte. Möglicherweise muss man solche Dinge Ernst nehmen. Wahrscheinlich hatten wir diese Jahr zu viel schweren Côtes du Rhône, am Ende mussten wir lachen.
Tage der Bildenden Kunst
Heute & Morgen sind die „Tage der Bildenden Kunst“ in Saarbrücken.
Tage der Bildenden Kunst im KuBa Kulturzentrum am Eurobahnhof.
Öffnungszeiten:
Samstag, 28. September, 14:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 29. September, 11:00 – 18:00 Uhr
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
Für mich: Vorrat
Ohne Titel, 2019
Holz, Baumwolle, bespannte & grundierte Keilrahmen, ca. 200 x 180 cm
Zur Erinnerung:
„Alles Wahrnehmen ist auch Denken, alles Denken ist auch Intuition, alles Beobachten ist auch Erfinden.“ Sagt Rudolf Arnheim.
„Alles Beobachten ist auch Erfinden.“ Das ist großartig!
Ich habe es schon öfter zitiert.
Danke!
Meinen Dank an Michael Riedel. Meinen Dank dafür, dass er offensichtlich auch an mich gedacht hat. In mikroskopisch kleinen Teilen kann ich mich gelegentlich mit seinem Werk mit dieser trostlosen grauen Einöde voll & ganz identifizieren & mich daran erfreuen.
Korrektur
Sinep
Unbekannter Urheber, Zeichnung in Schnee auf Heckscheibe
Zeichnung in Schnee auf Heckscheibe
Unbekannter Urheber, 2019
Zeichnung in Schnee auf Heckscheibe
Es ist faszinierend. Zu allen Zeiten & immer wieder. Pimmelzeichnungen.
„Jede Penis-Zeichnung ist ein kleiner Akt der Rebellion.“
Mitnichten
Nein, ich finde es immer noch nicht ganz hervorragend, das größte öffentliche Kunstwerk aller Zeiten im Saarland. Ich mag mich einfach nicht dafür erwärmen.
Boing, boing, bomm!
Banksy hat es wieder allen gezeigt. Eigentlich finde ich den Gag gelungen. Noch gelungener finde ich allerdings die Reaktion der Käuferin & das ist dann vielleicht doch das Gegenteil von dem, was Herr Banksy erreichen wollte:
Ich musste an Ai Weiweis zusamengekrachten Turm während der Documenta 2007 denken:
Documenta-Chef Buergel, barfuß in einer großen Pfütze vor Template , sah den Einsturz als „nur konsequent“. „Die Trümmer lassen jetzt jede Menge Assoziationen zu. Und genau das will Kunst ja: anregen.“ Für Köhler habe keine Gefahr bestanden. „Für den Einsturz war ein solches Unwetter nötig, bei dem selbst der mutigste Bundespräsident das Weite gesucht hätte.“ Für den nächsten Tag hatte sich ein Käufer für Template angekündigt. Ai Weiwei zeigte sich direkt nach dem Einsturz dennoch optimistisch:
„Der Preis hat sich soeben verdoppelt.“
Der Preis hat sich soeben verdoppelt! Ist das nicht irre?
Damals, nach dem Lesen dieses Artikels, begann ich an Herrn Ai WeiWei & seiner „Kunst“ zu zweifeln. Nicht aber an seinen Fähigkeiten, aus Scheiße Geld zu machen!
Mittlerweile finde ich seine Arbeit nur noch doof.
Das gibt es nur in der Kunst. Beziehungsweise auf dem Kunstmarkt. Auf dem Kunstmarkt, der sich von der Kunst entkoppelt hat. Artefakte sind nichts weiter als Devotionalen & Trophäen für eine völlig degenerierte Schicht von superreichen Schwachmaten, die für völlig überteuerte Wracks & Ruinen bereit sind, jeden Preis zu zahlen, um ein eigenes Stück vermeintliche Kunstgeschichte zu besitzen!
Vor einigen Jahren fiel eine von mir bemalte & aufgehängte Aludibondplatte aus großer Höhe herunter & riss noch zwei weitere, kleinere Platten mit. Die Platten waren Teil einer Wandinstallation, die ich im Rahmen eines Kunst-am-Bau-Projektes für eine Institution realisiert hatte. Gott sei Dank war niemand in der Nähe. Die Platten waren völlig verbogen, an einigen Stellen war die Farbe abgeplatzt – hätte zu diesem Zeitpunkt eine Person unter der großen Platte gestanden – immerhin ca. 125 x 250 cm – sie hätte dieser Person wohl den Schädel gespalten.
Ich malte auf eigene Kosten komplett neue Platten & ließ die Platten fachgerecht & wieder auf eigene Kosten von einer Firma aufhängen.
Alles falsch gemacht. Ich hätte die verbeulten & verbogenen Platten wieder aufhängen & eine weitere Rechnung schreiben müssen:
„Hey! Der Preis hat sich soeben verdoppelt! Sie sind jetzt Besitzer eines eigenen Stückes der Kunstgeschichte!“ So geht das in Zukunft!
Alleh Hopp!
Tage der Bildenden Kunst
Tage der Bildenden Kunst. Wieder mal. In Saarbrücken.
Ich freue mich auf den Besuch von Freunden, Bekannten, Verwandten & Interessierten. Aber am meisten freue ich mich auf das gemeinsame Kochen mit den Kollegen am Samstagabend in der Küche unseres Atelierhauses. Es gibt Pastis, Pasta & italienischen Rotwein.
Tage der Bildenden Kunst im KuBa Kulturzentrum am Eurobahnhof.
Öffnungszeiten:
Samstag, 29. September, 14:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 30. September, 11:00 – 18:00 Uhr
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
























































