armin rohr
Invasion
Blick aus dem Fenster der Galerie des Atelierhauses Richtung Osten.
Der Himmel ist mit Raumschiffen übersät!
Lautlos & still verharren sie schwebend an einer Stelle.
Wenn ich das Licht im Atelier aus mache, verschwinden sie von einer auf die andere Sekunde. Ein Sprung in den Hyperraum? Ich habe keine Erklärung für das Verhalten.
Entwurf
Während der Mittagspause in der Gemeinschaftsküche des Atelierhauses entstand dieses Modell einer Skulptur zur Gestaltung einer Verkehrsinsel irgendwo im Großraum Saarbrücken.
Letzter Abend
Je Ohne Titel, 2016
Bleistift, Skizzenbuch, ca. 21 x 26 cm
Am letzten Abend des Kurses trafen wir uns in der Kneipe. Natürlich zum Zeichnen, aber auch zum Trinken & Essen. Menschen & Räume. Ich glaube, es war ein guter Abend (so wie alle Abende während des ganzen Kurses dieses Semester); sehr konzentriert, was das Zeichnen betrifft.
Erste Sein
Ohne Titel, 2016
Bleistift, Monotypie, Öl auf Papier, 44 x 63 cm
Die erste Arbeit im neuen Jahr. Irgendwie bin ich gerade nicht mehr glücklich mit meinen Bildern; sie erfüllen mich nicht mehr; sie werfen keine neuen Fragen mehr auf.
Zu routiniert.
Würde ich jetzt so weitermalen bis ans Ende aller Tage, würde irgendjemand irgendwann vielleicht sagen, dass ich konsequent & unbeirrt meinen Weg gegangen bin.
Es wird Zeit, dass ich dieses Terrain verlasse & neue Bilder suche. Oder wieder an Liegengebliebenes aus der Vergangenheit anknüpfe.
Aber vorher muss ich noch eine Ausstellung vorbereiten.
Falsches Verständnis
Obiges Beispiel wäre natürlich auch eine Idee, mit Raum umzugehen – wenn auch eine blödsinnige. Zumindest im Kontext der Mülltrennung. Mehr als ärgerlich.
„Ich arbeite mit dem Raum“ war eine häufige Antwort auf die Frage: „Was machst Du so, künstlerisch?“ von Studierenden, die alles andere, nur nicht Malerei studierten.
Damals, während meines Studiums, an der HBK.
Außerdem sollte man nach Möglichkeit authentisch arbeiten & authentisch sein.
Authentizität ist Käse.
Nicht abwegig: M. C. Escher
Verspätetes Plätzchenbacken bei der kranken Mutter. Über den Mürbeteig von der Figur-Grund-Wahrnehmung zu M. C. Escher.
Im Zentrum der Explosion
Ging schnell, das Hängen. Klein, aber fein, die Ausstellung. Ein schöner Raum (sehr schlechte Fotos, ich weiß). Ich freue mich.
Eröffnung:
Morgen, Sonntag, 15. November 2015, 11:00 Uhr
Wendelinskapelle Weil der Stadt
Begrüßung: Uta Dingethal, Kunstforum
Grußwort: Stadtrat Wolfgang Fischer
Einführung: H.P. Schlotter im Gespräch mit Armin Rohr
Finissage mit dem Künstler:
Sonntag, 6. Dezember 2015, 15.30 Uhr
Ausstellungsdauer:
15. November bis 6. Dezember 2015
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag 16:00 – 19:00 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
Kunstforum Weil der Stadt e.V. Wendelinskapelle
Herrenberger Straße 17
71263 Weil der Stadt
http://www.kunstforum-weilderstadt.de
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
Im Zentrum der Explosion
Ohne Titel, 2014
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier, 70 x 100 cm
Eröffnung:
Sonntag, 15. November 2015, 11:00 Uhr
Wendelinskapelle Weil der Stadt
Begrüßung: Uta Dingethal, Kunstforum
Grußwort: Stadtrat Wolfgang Fischer
Einführung: H.P. Schlotter im Gespräch mit Armin Rohr
Finissage mit dem Künstler:
Sonntag, 6. Dezember 2015, 15.30 Uhr
Ausstellungsdauer:
15. November bis 6. Dezember 2015
Öffnungszeiten:
Donnertag und Freitag 16:00 – 19:00 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr
Kunstforum Weil der Stadt e.V. Wendelinskapelle
Herrenberger Straße 17
71263 Weil der Stadt
http://www.kunstforum-weilderstadt.de
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
In sanfteren Gefilden
Ohne Titel, 2014
Bleistift, Monotypie, Öl auf Papier, 42 x 29,7 cm
Die Galerie Szalc widmet dem Künstler Armin Rohr vom 21.11. bis zum 21.12.2015 eine Einzelausstellung in der Galerie in Bonn und im Denkraum Siegburg. Unter dem Titel: „In sanfteren Gefilden“ werden Arbeiten des Malers und Zeichners aus den letzten zwei Jahren gezeigt.
Die jüngsten Werke von Armin Rohr zeichnen sich vor allem durch eine Verknüpfung von komplexen Wandinstallationen, bestehend aus Wandmalereien, Bildern und Zeichnungen, und autonomen Ölgemälden, Zeichnungen und Monotypien aus. In der Doppel-Ausstellung werden hauptsächlich Werke in Mischtechnik auf traditionellen Medien wie Papier oder Leinwand sowie einige wenige Werke auf Aluminium gezeigt.
In den einzelnen Arbeiten wechseln sich runde, organische Formen mit graphischen Strukturen ab. Auf zumeist weißem Hintergrund erzeugt das Zusammenspiel von amorphen, abstrakten Körpern, Flächen, Punkten und Linien die Illusion von Räumlichkeit. Sie bilden einen eigenen Wirkungsraum von Figuren und Strukturen. In den meist sehr farbintensiven Arrangements kombiniert Armin Rohr organisch wuchernde Formen, Überbleibsel und Chiffren von Figürlichkeit und abstrakte Farbflächen zu einem assoziationsreichen, aber fremdartigen Kosmos, zwischen Ekstase und Untergang.
Die offenen Kompositionen lenken den Blick des Betrachters über die Bildfläche hinaus. Die lebendig wirkenden, kreisenden Formen und zeichnerischen Elemente befinden sich in stetiger Bewegung und scheinen die Bildfläche, beziehungsweise den Raum, zu verlassen. Die Bewegung ist einer der wichtigsten Aspekte in Rohrs Arbeiten. Die Unruhe der Werke wird von einer gewissen Spannung begleitet, die entweder den Eindruck von Dynamik vermittelt, oder Kälte und Starre suggeriert.
Die Komplexität des Werkes von Armin Rohr äußert sich nicht nur in der Fülle der Techniken, sondern auch im differenzierten und vielseitigen Spektrum der Formen, der kompositorischen Findigkeit und der frischen, unkonventionellen Art und Weise mit Farbe, Form und Raum umzugehen.
Zur Vernissage mit Künstlergespräch am 20.11.2015 um 19.30 Uhr im Denkraum Siegburg laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Ausstellungsdauer:
21. November – 21. Dezember 2015: Galerie Szalc, Bonn
21. November – 01. Dezember 2015: Denkraum Siegburg
Galerie Szalc, 53115 Bonn, Kurfürstenstr. 31, 2.OG
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 10:00 – 14:00 Uhr
Donnerstag 16:00 – 20:00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung.
Denkraum Siegburg, 53721 Siegburg, Haufeld 2a
Öffnungszeiten:
dienstags 16:30 – 18:00 Uhr, u. n. V.
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
Störung
Oben: Der Himmel über Herbitzheim. Mücken feiern die deutsche Einheit.
Mitte & unten: Herbitzheim liegt im saarländischen Bliesgau. Nur mal so am Rande.
Tage der Bildenden Kunst: Präsenz
„Kollege Arne Menzel zeigt Präsenz“
Hier geht es zur Homepage von Arne Menzel.
Letztes Wochenende waren die Tage der Bildenden Kunst.
Unser Atelierhaus war auch dabei. Kollektiv. Der Verein organisiert diese zwei Tage für uns Künstler. Wir müssen lediglich die Türen öffnen. Und Kuchen backen. Ums Haus macht sich traditionell ein wenig Volksfeststimmung breit. Es gibt Getränke- & Essensstände; die Mitarbeiter des Vereins verkaufen unseren Kuchen & Kaffee; der Erlös des Verkaufs geht zur Unterstützung an den Verein.
Mehr als 1.500 Menschen besuchten an diesen zwei Tagen das KuBa.
Ich habe kaum Erinnerungen an das Wochenende. Die Stunden rauschten vorbei. Gesprächsfetzen & Gesichter im Stakkato, Krümel aus Erinnnerungen an Freunde oder Fremde. Wie im Rausch dehnten sich die Stunden aus ins Unendliche. Am Ende hatte ich das Gefühl, als sei die Zeit explosionsartig abgefackelt wie ein Feuerwerk. Scheinbar endlose Tage zerbröselten zu winzigen Brosamen.
Außerdem ist man abends heiser.
Aber auch viele der Besucher rauschten vorbei. Zum Beispiel an meiner offenen Ateliertür. Schauten nicht ins Atelier. Eilten einfach vorbei. Nicht nur an meinem Atelier, sondern auch an den Ateliers der Kollegen. Manchmal reckte jemand der Vorbeieilenden den Hals in die Tür. Ein scheuer Rundumblick, grußlos & fahrig.
Flüchtige Blicke von flüchtigen Besuchern streiften auch die Bilder in den Fluren des Atelierhauses. Blicke, die suchen & nicht wirklich finden, nicht finden wollen, nichts sehen oder erkennen. Vielleicht haben sich diese Menschen auch nur verlaufen. Sind zufällig ins Haus gestolpert, hatten die Möglichkeit wahrgenommen, Kaffee zu trinken & Kuchen zu essen, hatten sich in den Weiten der Treppenhäuser & Gänge der unterschiedlichen Stockwerke verirrt & suchten nun verzweifelt den Ausgang. Suchende soll man nicht aufhalten.
Natürlich, es gab es auch mir unbekannte, neugierige Besucher, die sich trauten, ihre Füße in die einzelnen Ateliers zu setzen – abgesehen von den Freunden, Kollegen & Bekannten, die sowieso immer dabei sind. Manche Besucher fotografierten: „So muss es in einem Künstleratelier aussehen!“ Fotografierten mehr als sie guckten. Zum Beispiel den Fußboden, Tische mit Pinseln & zerknautschten, klebrigen Farbtuben & die Schuhe des Malers. Auch Bilder. Aber meistens die Klischees.
Es gab seltsame Begegnungen, merkwürdige Besucher & vor allem denkwürdige Kommentare, die im Kopf haften geblieben sind. Manche habe ich aufgeschrieben:
„Ah ja! Allmählich wird es wieder besser!“
„Können Sie von Ihrer Kunst leben?“
„Wer kauft denn so was? Hier im Saarland? Hier ist doch kein Geld.“
„Haben Sie auch noch einen anderen Beruf?“
„Haben sie Kunst studiert?“
„Und Sie sind … professioneller Künstler?“
„Wie machen Sie diesen Effekt? Wissen Sie, ich male nämlich auch.“
„Darf ich den Fußboden fotografieren? Das ist ja ein richtiges Bild!“
„Das Grün da rechts oben im Bild – irgendwie stört mich das. Ich weiß nicht … Grün gefällt mir nicht als Farbe. Naja, ich habe ja auch keine grünen Kleider“
„Hah! Die fröhliche Unterwasserwelt! Da malt jemand die bunte Koralle, die lustige Qualle & den intelligenten Oktopus! Habe ich recht?“
„Die figürlichen Arbeiten haben mir besser gefallen. Ich kann ja mit abstrakter Kunst eh nichts anfangen. Konnte ich noch nie. Figürliche Kunst finde ich besser. Da sieht man wenigstens, ob jemand was kann!“
„Wie teuer ist so ein Bild? Und wie lange brauchen Sie eigentlich für so ein Bild?“
„Verdienen Sie Geld mit Ihrer Kunst?“
Ich habe nichts verkauft, weder samstags noch sonntags. Gratis-Postkarten gingen weg wie warme Semmeln. „Es geht nicht nur um den Verkauf“, sagte der Kollege. „Du musst Präsenz zeigen.“
„Könnten Sie mir die Karte noch signieren?“
Ich zeigte zwei Tage Präsenz & war anschließend sehr müde.
Es gab aber auch schöne Begegnungen, nachhaltige Gespräche & fruchtbare Diskussionen mit offenen Menschen.
Als Künstler wünscht man sich ja gelegentlich ein Feedback. Keine Streicheleinheiten, keine Lobhudelei. Keine hochwissenschaftliche Laudatio, wie man sie kennt von Vernissagen. Keine oberfächlichen Kommentare bei einem Gläschen Crémant.
Sondern wirklich herausforderdernde Fragen & Gedanken von aufmerksamen Beobachtern.
Aber ich komme auch ganz gut mir mir allein zurecht.
Centerjob
Ohne Titel, 2015
Alkydharz auf Aludibond, 100 x 80 cm
Heute Morgen kurzfristig drei Bilder im Jobcenter umgehängt. Verrückterweise sollten die Arbeiten nämlich installiert werden, bevor die Behörde mit Sack & Pack Einzug hält. Zuerst war ich skeptisch, aber für Situationen wie oben bin ich dann dankbar. Erst das Bild, dann der Ficus benjamina mit dem Sitzmöbel. Eine subtile Collaboration mit der Innenausstatterin. Ausgerechnet mit meinem Selbstporträt. Das ist so schön!
Helden – für Klaus
Ein erweiterter Blick in den ersten Raum der Helden-Ausstellung im Saarländischen Künstlerhaus. Im Vordergrund eine Installation von Klaus Harth, weitere Arbeiten von Armin Rohr, Vera Kattler, & Markus Himmel.
Herbstsalon
Aufbau Herbstsalon. Mal wieder. Die Jahresausstellung mit den Künstlern des sog. KuBa Kulturzentrums am Eurobahnhof. Im Vordergrund drei hängende Skulpturen von Sigrún Ólafsdóttir, das große Bild in der Mitte ist mein Beitrag. Die drei Arbeiten rechts sind von Werner Constroffer.
Vernissage:
Donnerstag, 24. September 2015, 19 Uhr
Begrüßung: Michaela Kilper-Beer, 1. Vorsitzende KuBa e. V.
Einführung: Dr. Andreas Bayer, Kurator
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Julia Aatz, Julia Baur, Dietmar Binger, Werner Constroffer, Mane Hellenthal, Juliana Hümpfner, Leslie Huppert, Petra Jung, Vera Kattler, Michael Koob, Annegret Leiner, Arne Menzel, Andrea Neumann, Sigrún Ólafsdóttir, Armin Rohr, Sabine Späder, Martin Steinert, Claudia Vogel
Finissage:
Samstag, 10. Oktober 2015, 21:00 Uhr
Live-Musik in der Großküche mit den Diamond Dogs
Dauer der Ausstellung: 24. September bis 11. Oktober
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 15:00 – 19:00 Uhr
Montag geschlossen
Öffnungszeiten während der Tage der Bildenden Kunst:
Samstag, 26. September, 14:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 27. September, 11:00 – 18:00 Uhr
Samstag 3. Oktober (Feiertag): geschlossen
Aus dem Einführungstext von Dr. Andreas Bayer:
„Eine enge Korrelation ergibt sich dann indem Zusammenwirken der Plastiken von Sigrún Ólafsdóttir und der großformatigen Malerei von Armin Rohr. Amorphe Bildsituationen mit leiblichen Anklängen und Fragmenten, elastische Formationen, die aufeinander interagieren und das Bildfeld so zu einem verlebendigten Geschehnisraum aus Form- und Farbdurchdringungen machen.“
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!














































































