Ohne Titel, 2023
Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm
Ohne Titel, 2023
Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm
Ohne Titel, 2023
Bleistift auf Papier, 42 x 29,7 cm
Die vergangenen Monate waren nicht immer erfreulich. Da waren ein Festplattencrash meines zwölf Jahre alten Rechners & die dritte Coronainfektion seit 2021 noch vergleichsweise unbedeutend & harmlos. An kontinuierliches Arbeiten war nicht zu denken.
Irgendwann im Februar saß ich im Atelier & stieß auf das Foto einer Wolke, die ich mehr oder weniger gedankenverloren zeichnete (Zeichnung ganz oben). Eine zweite, größere Zeichnung folgte. Die dritte Zeichnung erfolgte aus der zweiten, ohne die Fotovorlage.
Es ging mir nicht um die Wolke. Die Wolke war nur ein Anlass, ein Auslöser.
Ich zog meine Striche, verdichtete sie, radierte sie wieder aus; es folgten neue Striche, Kreuzschraffuren, die ich teilweise auch wieder ausradierte, um wieder neu anzusetzen. Irgendwann war die Zeichnung fertig.
Die Zeit verging, das Zeichnen war eher ein meditativer Akt; eigentlich brauchte ich kein Foto. Es ging nicht um das Ergebnis, sondern um den Prozess. Tun ist Sein. Ein sehr befriedigender Prozess. Meditativ & befreiend. Und sehr konzentriert.
Die Zeit verging auf eine sehr angenehme Weise.
Die folgenden Wolkenzeichnungen entstanden alle ohne Vorlagen. Vorlagen sind nur hinderlich in diesem Fall. Ich ließ mich einfach fallen, zeichnete mit Bleistiften verschiedener Härtegrade von HB bis 8B. Die Blätter entstanden wie von allein.
Ob es nun Wolken sind oder Rauch, Nebel oder nur Grau- oder Tonwertstudien – das sind sie natürlich auch – & so ganz nebenbei lerne ich wieder, feinste Nuancen zu beobachten. Ein gutes Training.
Ohne Titel, 2023
Bleistift auf Papier, 42 x 29,7 cm
Mein Leben ist derzeit kompliziert. Manchmal würde ich lieber in einem langen, ruhigen Fluß liegen & schlafen. Treiben lassen. Und dabei von Malerei träumen.
Ohne Titel („Bobjekt“), 2004
Mischtechnik auf Kunststoff, 20 Teile – je 24 x 32 cm, hier: ca. 160 x 152 cm
Ausdehnung & Anordnung variabel
Ausschnitt
Einmal im Leben sollte jeder Maler ein Bodenobjekt gemacht haben. Jenes (aus meinem Leben) ist aus dem Jahr 2004 & existiert leider nicht mehr. Wie so viele Arbeiten aus meiner Vergangenheit habe ich es verworfen.
Ohne Titel, 2022
Bleistift in Skizzenbuch, 25 x 19 cm
Manchmal bin ich ein Wechselbalg der Gefühle & ziehe das Klischee des Unmutes hinter mir her. Wenn mich Befindlichkeiten dieser Art überfallen, wäre ich froh, ich hätte einen anderen Beruf. Zum Beispiel Tan-Generator oder staatlich geprüfter Papiertütenfalter.
Unsere Welt ist vermessen, aber nach wie vor spiele ich keine Rolle – diese mit um so mehr Verve, Leidenschaft & ohne Bedauern. Ich habe getan, was ich nicht konnte; verlorene Räume säumen meine Wege gleich goldenen Trophäen ohne Wert.
Ich suche etwas, von dem ich nicht weiß, was es ist & das einzige, was ich finde, ist das Vergessen.
Ohne Titel, 2022
Bleistift & Filzstifte auf Papier, ca. 35 x 28 cm
(entstanden während einer Zeichensession mit Jugendlichen der ZAQ-Förderwerkstatt in Landau)
Privatbesitz
Ohne Titel, 2022
Bleistift & Filzstifte auf Papier, 29,7 x 21 cm
(entstanden während einer Zeichensession mit Jugendlichen der ZAQ-Förderwerkstatt in Landau)
Privatbesitz
16:03:36, irgendwo bei Landau
Dieses Jahr immer donnerstags: „Vice versa“ 2022 – ein Mal- & Zeichenprojekt Projekt mit Jugendlichen in der ZAQ Förderwerkstatt des Jugendwerks St Josef, Landau (mit Leslie Huppert)
Vom 25. Juli bis zum 12. August war ich in der Sommerakademie in Blieskastel als Dozent beschäftigt. Mit einer Ausnahme, Tag 1, fuhr ich täglich mit dem Bus – Lob, Preis & Dank dem dem 9-Euro-Ticket. Saarbrücken – Blieskastel – Saarbrücken. Im Bus las ich, guckte aus dem Fenster, kritzelte, manchmal fotgrafierte ich oder ich schlief. Drei intensive Wochen mit motivierten Menschen, in denen ich wieder viel gelernt habe. Einzig unmenschlich in dieser Zeit war die Hitze in Woche zwei. Draußen zu zeichnen in den engen Gassen in Blieskastels Altstadt war selbst im Schatten manchmal unerträglich.
Da gefällt mir der Begriff „Naturfarben“ viel besser, auch wenn er sehr unscharf ist.
(Sind Naturfarben Farben, die in der Natur vorkommen? Wenn ja, welche Natur ist da gemeint? Betrachte ich die Farben vieler Vögel, Insekten, Blumen, ja Fischen, Korallen oder auch Edelsteinen & Kristallen, sehe ich ein unendlich buntes Spektrum aller nur erdenklichen Farben.)
Vielleicht komme ich irgendwann auf „Naturfarben“. Bis jetzt haben sie mich kaum interessiert. Klar, ich nutze Ocker & gewisse Brauntöne in meinen Mischungen. Mit Ocker erwärme ich z. B. mein feuriges Chromoxidgrün. Auch Lasurrotbraun von Schmincke mag ich sehr! Umbra & Siena dagegen nutze ich nach wie vor selten. Und wenn, dann Ermischen von farbigen Grautönen. Mein bevorzugter Braunton für diesen Zweck ist allerdings Vandyckbraun. Vandyckbraun nutze ich schon immer, der Ton steckt in den meisten meiner Bilder. In der Verbindung mit den unterschiedlichsten Blautönen (Ultramarin, Kobaltblau oder Indigo) & Weiß – je nach Anteilen – mische ich herrliche farbige Grautöne, kalt oder warm. Ein ganz wichtiges Pigment für mich.
Im Briefkasten die Einladungskarte zur Vernissage eines Kollegen.
Auf der Einladung steht: „Musikalische Umrahmung“. Mich schaudert. „Musikalische Umrahmung“. Das klingt wie farbenfroh & Jägerzaun. Bedrohlich. Bräsig & altbacken. Irgendjemand klimpert irgendetwas auf der Gitarre. Ich werde trotzdem hingehen. Allerdings werde ich erst nach der musikalischen Umrahmung eintrudeln, um mir nicht den Spaß an den Bildern zu versauen. Außerdem ist auch noch für mein „leibliches Wohl“ gesorgt. In aller Regel aufgeweichte Laugenteilchen oder billiges Gebäck. Manche Institutionen torpedieren den sog. „Kunstgenuss“ wirklich mit allen Mitteln. Also während des „Kunstgenusses“ lieber mal nichts essen. Ich werde mich einzig auf Alkohol & die Malerei kaprizieren & freue mich auf Gespräche.
Irgendwann Mitte März meldete sich das Arschloch Corona wieder. Von einem auf den anderen Moment. Mit Gliederschmerzen, außerdem fühlte ich mich fiebrig, kaputt & zerschlagen. Keine Ahnung, woher der Scheiß das Arschloch dieses Mal kam. Drei Tage ab ins Bett, danach noch zwei Tage rumeiern zwischen Bett & Bettkante. In der Zeit keinen Kontakt mit der Geliebten & Ehefrau, die sich jeden Morgen fleißig testete, aber nicht positiv werden wollte. Ich war eine Woche isoliert, in Quarantäne, mit Maske in der eigenen Wohnung. Wir gingen uns außerhalb meines Zimmers meiner Zelle aus dem Weg. Nach sieben Tagen konnte ich mich freitesten. Zwar immer noch ein wenig angeschlagen, rekonvaleszent, aber am Ende der zweiten Woche einigermaßen hergestellt. Ich habe das Arschloch Corona wieder besiegt. Das Supermanngefühl, das ich nach der überstandenen ersten Infektion hatte, wollte sich aber dieses Mal nicht mehr so recht einstellen. Vielleicht weil mir das Arschloch Corona mittlerweile egal ist, vielleicht, weil der Krieg versucht, sich in meinem Kopf breit zu machen, vielleicht aber auch, weil wir seit Wochen zu sehr mit dem Umzug in eine neue Wohnung beschäftigt waren – im gleichen Haus, kleiner, & mit weniger Zimmern, aber dafür mit einem Balkon zur Ostseite & einem Balkönchen zur Westseite. Also keine andere Stadt, keine andere Straße, kein anderes Haus. Eigentlich locker.
Schon Anfang des Jahres begannen wir mit Ausmisten, Verkaufen, Wegschmeißen & Verschenken von Mobiliar, Büchern, CDs, Klamotten & sonstigem Kram. Immer sammelt sich alles Mögliche an. Dinge eben. Wie von alleine wuchern sie in jedem Zimmer, in jedem Schrank, in jedem Regal. Niemand weiß am Ende, woher sie kamen. Ablageflächen werden besetzt, belegt, bestellt. Genau wie das Arschloch Corona.
Und dann mussten noch die alte Wohnung streichen, während gepackte Kisten & zusammengefaltete Möbel planlos & chaotisch in den Räumen transportbereit im Weg standen, mit Folie bedeckt, von einem Zimmer ins andere verschoben. Am Ende die ganzen Kleinigkeiten, der Kram, Geschichten in Form von Gegenständen, Nippes an Wänden, Regalen & Kommoden, für die es keine Kisten gibt. Dinge, die kein Mensch braucht, aber mit denen alle hier irgendwelche Erinnerungen verbinden. Erinnerungen, jahrelang nicht präsent, werden wieder ins Gedächtnis gespült. Manchmal sind es auch nur kleine Zettel, Einkaufs- & Notizzettel, Gegenstände, Spielzeuge, deren Geschichte ich vergessen habe. Aber ich habe sie trotzdem sehr lieb.
Ich will das alles eigentlich nicht mehr. Streichen, umziehen, alles wieder auspacken, einsortieren. Der ganze Scheiß. Bis alles wieder ausgepackt ist, seinen Raum, seinen Ort gefunden hat & aufgebaut ist. Vielleicht den Schrank doch 10 cm nach links & das Regal ins andere Zimmer. Aber okay. Das ist wie eine Ausstellung aufbauen; jetzt sind wir halt ein paar Tage Installationskünstler. Alles muss neu strukturiert werden. Vor allem die Küche. Jahrelang hat alles funktioniert, war alles eingespielt, die meisten Dinge & Gegenstände hatten ihren festen Platz. Und nun muss die ganze Wohnung neu gedacht werden. Aber allmählich geht es wieder. Ein Kraftakt.
Jetzt geht die Sonne in der Küche auf; das ist wunderschön, morgens draußen zu sitzen mit einem Kaffee & über die neuen, anderen & die alten Geräusche im Innenhof nachzudenken. Und abends mit Pastis & mit Blick in die Kastanienbäume gegenüber. Linkerhand das Museum, dahinter das Schloss (beide nicht im Bild sichtbar). Ähnlich wie früher, trotzdem anders, ein paar Meter nach rechts verschoben ein Stockwerk höher.
Noch hängt nichts an den Wänden. Das ist sehr seltsam. Aber auch beruhigend. Auch das ist wie ein Neuanfang. Neues Zeugs an neuen Wänden. Ich habe gewisse Hemmungen den ersten Nagel reinzuhauen. Wie vor einer weißen Leinwand, einem weißen Blatt Papier. Apropos. Ja, das geht jetzt auch wieder weiter, das muss ja weitergehen. Wozu macht man das schließlich alles. Es wird auch weitergehen. So vieles geht einfach weiter, trotz der deprimierenden Stimmung allerorten.
Wir sind erschöpft. Alle sind erschöpft. Ich schreibe eine Erschöpfungsgeschichte.
Der Mensch ist die Krone der Schöpfkelle.
Aber zwischendurch habe ich gezeichnet. Dunkle Zeichnungen.
Was wäre das alles, das ganze Leben, all das Schöne, das Bittere, das Unsagbare, ohne die Zeichnerei?
Ohne Titel („Colonel the Hon William Gordon“, nach Pompeo Batoni), 2021
Acryl, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
Sollte meine letzte Arbeit an dieser Serie werden. Ich wollte einfach abschließen mit dem Thema. Leider bin ich nicht fertig geworden. Muss ich also irgendwie noch einmal ran. Nächstes Jahr.
Ohne Titel („Selbstputte“), 2021
Bleistift, Kugelschreiber & Filzstifte in Skizzenbuch, 29,7 x 21 cm
Am späten Hl. Abend. Dank Côtes du Rhône & Ardbeg schwebe ich als Putte zwischen Omikrons durch Raum & Zeit. Immer noch Arschloch-Corona-Zeit. Aber hey! Es ist Weihnachten!
Ohne Titel, 2021
Bleistift, Monotypie, Linoldruck, Aquarell & Öl auf Papier, 63 x 44 cm
Unikat
Ich hatte einfach Lust, noch ein paar Blätter zu dieser Serie zu machen. Bin immer noch angefixt; die Arbeit geht leicht von der Hand & macht außerdem Spaß. Improvisation pur.
Wenn man sich – mit dem Auto von Saarbrücken kommend – allmählich dem Allgäu nähert & dann nach einer langen, beschissenen Fahrt auf beschissenen, verstopften Autobahnen, endlosen Baustellen, Stau, Rasern & anderen Autoidioten endlich in Hopfen am See ankommt, ist das, als würde man nach einigen Stunden Schlaf in einer anderen Welt aufwachen.
Die Landschaft wird weich, sanfthügelig & nach diesem feuchten, verregneten Sommer präsentiert sich die Natur saftig & prall, ja geradezu opulent & verschwenderisch – eben: malerisch. Sie zeigt eine große Palette unzähliger, satter Grüntöne, Vögel zwitschern allerorten, Schmetterlinge & andere nervige Insekten schwirren durch die klare, reine Luft, Kühe stehen überall sauber & zufrieden in der Gegend rum & wenn man sich nicht gerade in der Nähe einer Landstraße oder Autobahn aufhält, liegt Ruhe & Frieden über dem Land. Keine störenden Industriegebiete, nur Felder, Wiesen, bewaldete Bergrücken & natürlich die gute Landluft. Viel Holz. Paradies.
Idylle.
Und Heerscharen von Menschen auf E-Bikes.
Hopfen am See! Wir logieren in einer Wohnung mit Balkon, mit Blick über das friedlich so daliegende Gewässer.
Unweit von Hopfen liegt Füssen. Nach Füssen & Umgebung fahren wir mit dem Fahrrad (ohne elektrische Verstärkung) & kaufen Vorräte & machen kleinere Touren (es gibt ein ausgebautes, funktionierendes Radwegenetz). Alles richtet sich aus nach dem geschätzten Besucher, dem Touristen. Der mag es heimelig, adrett & gepflegt. Spießig halt. Wenn wir nach Füssen fahren, sehen wir gelegentlich Schloss Neuschwanstein, eingerahmt vom Wald, auf einer Anhöhe bei Hohenschwangau. Ich meine: Neuschwanstein! Das ist Disneyland made in Germany, lange vor Mickey Maus.
Alles ist malerisch, herrlich, prachtvoll & gepflegt. Natur, Landschaft, Dörfer, Städte, die Kühe – alles scheint einfach wie eine große Kulisse, wirkt irgendwie unecht, zu schön, zu sauber, zu glatt gebügelt. Eine Modelleisenbahnwelt. Nix vom abgerotzten Charme Saarbrückens, keine Bettler, keine Obdachlosen, kein Elend, kaum Schmutz, kaum Dreck, noch nicht mal Punks – was bleibt den Menschen hier, in Bayern, anderes übrig, als seit Jahrzehnten die CSU zu wählen? Hier herrscht die Idylle, hier scheint die Welt noch in Ordnung, wie man so sagt. Ein Reservat des schönen Scheins.
Mir ist das zu clean, zu paradiesisch. Zu wenig irdisch.
Wie immer auf Reisen hatte ich Blöcke & Farben dabei, um gelegentlich vielleicht die ein oder andere Zeichnung oder auch mal ein Aquarell vor Ort entstehen zu lassen. An Motiven schien es ja zunächst nicht zu mangeln in Hopfen & Umgebung.
Aber schon am Abend des Ankunftstages überfiel mich angesichts dieser Märchenhaftigkeit eine gewisse Landschaftsmalmüdigkeit. Kaum was da, um sich zu reiben. Ich war zu überwältigt, zumal das Wetter auch noch mitspielte. Überall Natursatt & bräsige Gemütlichkeit. Ich gab mich der Überwältigung hin, labte mich an unserem ersten Abendessen in einem viel zu großen Touristen-Restaurant an einer frischen Forelle & viel Wein & ergötzte mich an unserem ersten Sonnenuntergang am See.
Süß der milde Rausch, blaurosaviolett der Himmel das Licht das Wasser. Irgendwo quakte ein Frosch.
So entstanden unter diesen Eindrücken diese Zeichnungen im Skizzenbuch, kratzbürstig, widerspenstig & – so hoffe ich – gar nicht harmonisch, friedlich & idyllisch. Täglich eine, zwei oder auch mal drei. Zwischendurch versuchte ich an dem ein oder anderen Ort, auch mal die Landschaft in den Griff zu kriegen, war aber nix zu machen. Die Überdosis Schönheit & Frieden betäubte mich. Egal. Die Tage im Allgäu waren sehr erholsam.
Ohne Titel, 2016/2021
Acryl, Öl auf Leinwand, 30 x 40 cm
Privatbesitz
Heute während des Aufräumens diese Arbeit aus dem Jahr 2016 wiederentdeckt. Das Bild entstand nach einem Foto, welches ich aus dem fahrenden Zug aufgenommen hatte. Landschaft, bewegungsunscharf. Stand immer ein wenig abseits, solitär. Irgendwie unfertig. Irgendwas fehlte.
Mit den rosa Wölkchen kann ich jetzt gut leben, auch wenn die Arbeit nach wie vor ein wenig außerhalb steht. Auf die Idee brachte mich jenes Bild – auch aus dem Jahr 2016.
Ohne Titel („Line“), 2021
Kugelschreiber auf billigem Papier, 21 x 14,8 cm
Übrigens: Butterbrot & Apfel. Ein sehr gutes Konzept. Mit einem zwölf Monate gereiften Allgäuer Bergkäse ist es dann eine Delikatesse, quasi Haute Cuisine.
Ohne Titel („Schrat“), 1996
Öl auf Leinwand, 115 x 90 cm
Privatbesitz
1996 studierte ich im vierten Semester an der HBKsaar. Eine leichte, unbeschwerte & vor allem aber fruchtbare Zeit. Ohne das Arschloch Corona. Auch das Wetter war besser in diesen Jahren.
Ich weiß nicht mehr, ob es sich bei obigem Schrat um einen Wald-, Bach- oder Wiesenschrat gehandelt hat. Themen & Bilder waren oft das Ergebnis vieler Übermalungen & flossen manchmal ohne erkennbaren äußeren Anlass aus dem Pinsel. Es ergab sich einfach so. Gelegentlich sehne ich mich nach der Leichtigkeit, Unbedarftheit & sicherlich auch Naivität von damals.
Blick aus dem Atelierfenster Richtung Norden. Nach da, wo der Schnee herkommt, der Verfluchte! Schnee, ich dachte, der sei ausgestorben. Dieser Wetterdinosaurier!
Ja, so war das heute Abend. Geiles Licht. Geiles Licht macht vieles erträglicher. Links im Anschnitt, der Skandalbau von einst. Ich darf nicht darüber nachdenken, über den sog. Erweiterungsbau. Er ist nicht mehr zu ändern, ich muss damit leben. Hätten sie mich gefragt, ich hätte Ihnen ein tolles Museum gebaut! Aber nein, mich hat niemand gefragt.