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Herbstsalon Nische
Meine Nische im „Herbstsalon“ (Arbeiten rechts).
Links: Zwei Arbeiten von Kollegin Leslie Huppert.
Adrian Rosendorffer schrieb einen kleinen Text über meine Arbeiten ins Saalblatt:
Armin Rohr
Wir sehen verzerrte, deformierte Gesichter, manchmal ohne Augen, zugleich faszinierend und abstoßend. Die Persönlichkeit wie ausgelöscht, vertraute Merkmale eines menschlichen Gesichts verdunkelt. Tiefschwarze Flächen, die Augen und Mund verschlingen, sind mehr als bloße Schatten.
Die Zeichnungen konfrontieren uns nicht nur mit den Figuren, sondern bestenfalls auch mit uns selbst. Das Bild wird zum Spiegel, der die eigene Identität in Frage stellt. Was bleibt, wenn das, was uns ausmacht, ausradiert oder mit heftiger Geste überzeichnet ist?
Es ist ein unbehagliches Gefühl, das diese Werke hervorrufen. Wir sind in der Nähe der Figuren, aber zugleich bleiben sie ungreifbar & verschlossen. Sie hinterlassen ein Gefühl der Unsicherheit & der Fremdheit.
Adrian Rosendorffer, September 2025
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
Euch allen!
Ohne Titel, 31.12.2024
Bleistift auf Papier, 42 x 29,7 cm
Tage, an denen es nicht hell wird
Es ist 15:35 Uhr. Wenn ich während des Schreibens aus dem Fenster zum Himmel schaue, sehe ich ein wolkenloses, diffuses, undurchdringliches Grau. Ein weiterer Tag, an dem es nicht hell wird. Hoch Günther sorgt für eine Inversionswetterlage. Die Inversionswetterlage ist eine Anomalie. Anomalien sind an der Tagesordnung. Jeder Tag bringt eine neue Anomalie.
Noch eine letzte Zeichnung in diesem Jahr. Ungefähr drei Stunden meditative Ruhe & Besinnlichkeit. Ungefähr drei Stunden ohne Anomalie. Wolken. Das war schön.
Kein Rückblick, kein Vorausblick. Keine Vorsätze. Vielleicht ab & zu eine Wolke festhalten. Um sie dann gleich wieder loszulassen.
Loslassen muss man trainieren. Immer wieder.
Auf Anomalien kann man sich nicht vorbereiten.
Heute Nacht lässt mich das alte Jahr los. Ich werde in ein neues Jahr fallen. Das neue Jahr ist bodenlos. Hellgrau.
Mögen Euch gnädige Himmel blühen!

























































