papier
Verschwindibus

Ohne Titel, 2009
Bleistift, Radiergummi auf Papier, 21 x 29,7 cm
Schon einmal verschwanden die Personen, Figuren, Wesen aus meinen Bildern. Ich wurde sozusagen Zeuge, Beobachter einer Auflösung. Zurück blieben Fragmente, Chiffren oder auch Zitate der Figur in einem Farbnebelraum.
Ein paar Jahre später tauchten sie wieder auf. In letzter Zeit hat sich der Farbnebelraum gelichtet. Aber auch die Figuren lichten sich manchmal (sowie in der Zeichnung da oben) – oder auch nicht.
Wer weiß schon, ob sie gerade kommen oder gehen?
Ehrlich gesagt hoffe ich, sie blieben. Gelegentliche Ausflüge und kurze Spaziergänge in unbekanntes Terrain nicht ausgeschlossen.
Zurzeit zerreibe ich mich gerade zwischen vielen Fronten: den Selbstbestimmten & den vermeintlich Fremdbestimmten. Auch eine Form von Auflösung. Während ich zeichne oder male, versuche ich, diesen Auflösungsprozess aufzuhalten.
Das sind seltene, aber umso glücklichere Momente.
Samstagsentspannung

Ohne Titel, 2009
Bleistift auf Papier, 21 x 29,7 cm
Heute Mittag am Staden (linkes oder rechtes Ufer? … egal). Licht, Leute, Weizenbier …
Zum Wegwerfen zu schade – also: ausradieren.
„Naja, ganz ok“, meinte Line …
Jacobos langer Abschied
Ohne Titel, 2009
Bleistift, Öl auf Papier, 32 x 24 cm
Die Arbeit entstand bereits im März. Fiel mir heute wieder in die Finger; hatte sie schon fast vergessen.
„Wie ein Argentinier mit fünf Kugeln im Kopf überlebte“
Von Monstern & Dämonen …
Ohne Titel, 2009
Öl auf Papier, 44 x 31,5 cm
Gerd hat einen wunderbaren Text geschrieben, um die Kunst eines Menschen zu erklären. Während ich diese Musik hörte, sah ich viele Bilder – ähnlich wie bei der Musik von Charles Ives (an den ich zuerst dachte) oder Dmitri Shostakovich – seit Jahren, versuche ich, diese Bilder zu malen – bisher waren meine Versuche leider nicht sehr erfolgreich.
Ich tröste mich damit, dass ich diese Bilder bisher auch bei anderen noch nicht gefunden habe. Und übe mich weiter.
In aller Bescheidenheit.
Mach mir den Rauschenberg!
Ohne Titel („Mir nicht bekannte Person“), 2009
Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm
Ich weiß nicht genau, um was es geht: Eraser.
Ob ich ein perfekter Künstler werden möchte, glaube ich eher nicht.
Was bedeutet es eigentlich, perfekter Künstler zu sein? Sind die Stifte immer gespitzt, der Pinsel immer sauber, die Palette immer gereinigt?
Darf ein perfekter Künstler scheitern?
Vor unserem Haus steht ein Nachbau der Grotte aus Lourdes. Bis heute konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wer sie gebaut hat, aber sie ist außerordentlich abstoßend & hässlich. Eine Mischung aus Gelsenkircher Barock & Tropfsteinhöhlenromantik.
Brachial & aggressiv in ihrer Ästhetik – das Gegenteil von einem Ort der Besinnung & Kontemplation. Hier schlägt gut gemeinte Volksfrömmigkeit um in Blasphemie.
Gescheitert.
Gelegentlich verirrt sich auch mal der ein oder andere Konzept-Projekt-Künstler-Kollege nach Ensheim.
Beim Anblick der Grotte geraten alle in Verzückung: „Daraus könnte man doch mal ein Projekt machen!“
Unter anderem in diesem Punkt unterscheide ich mich von einem Konzept-Künstler.
Ist das Risiko systemisch?
Ohne Titel, 2009
Öl auf Papier, 31,5 x 44 cm
„Bei einem gescheiterten Geschäftsmodell ist der einzige verbleibende Wert der Toner des Kopierers.”
Gekreuzte Wege II
Ohne Titel („Der Maler Markus Laforsch“),
Öl auf Papier, 31,5 x 44 cm
Privatbesitz
Kreuzwege
Ohne Titel („Der Künstler Arne Menzel“), 2009
Öl auf Papier, 44 x 31,5 cm
Ich nicht! (die zweite)
Ohne Titel („Der Künstler Klaus H.; nach einem Abbild vom 28. Nov. 2008“), 2009
Öl auf Papier, 44 x 31,5 cm
Individuum
Ohne Titel („Selbstporträt im Nachthemd“)*, 2009
Öl auf Papier, 44 x 31,5 cm
*nach einem Foto von Ewgenia Grandjean an einem verschneiten Samstag Vormittag im Januar diesen Jahres
Ich nicht!
Ohne Titel („Der Künstler Klaus H.; nach einem Abbild vom 28. Nov. 2008“), 2009
Öl auf Papier, 44 x 31,5 cm
Sonntagsporträt
Ohne Titel („Der Künstler Reinhold E.; nach einem Abbild“), 2009
Bleistift, Öl auf Papier, 32 x 24 cm

















































