
Je ohne Titel, 2014
Aquarell auf Aquarellpapier, Format A4
Die beiden oberen befinden sich jeweils in Privatbesitz.
Wir sind in Bedoin am Fuß des Mont Ventoux.
Aquarellieren in der Provence.
Wie früher.

Je ohne Titel, 2014
Aquarell auf Aquarellpapier, Format A4
Die beiden oberen befinden sich jeweils in Privatbesitz.
Wir sind in Bedoin am Fuß des Mont Ventoux.
Aquarellieren in der Provence.
Wie früher.

Je Ohne Titel, 2014
Sprühlack, Öl auf geschnittenem Papier, 21 x 29,7 cm
Manchmal braucht man Punkte. Mit scharfem Rand. Nicht die lapidar mit dem Pinsel gestuppten, sondern scharf umrissene Punkte. Die schneide ich mir dann beispielsweise als Schablone in irgendein Papier, was gerade so rumliegt. Ich bastele mir sozusagen nonchalance mein Werkzeug zum einmaligen Gebrauch. Also eigentlich ein Wegwerfwerkzeug. Weil mit der Zeit & dem Gebrauch werden die Punkte ja immer unschärfer.
Aber gleichzeitig wird mein Blatt mit den Löchern, mein Werkzeug immer schöner.
Das Gerüst ist abgebaut, alles hängt, die Farbe auf der Wand ist trocken & die Arbeit ist abgenommen (Die Wand ist ca. 5,50 m hoch & 5,00 m breit. Die mittlere Arbeit auf Aludibond besteht aus drei Teilen & hat die Maße 1,65 x 3,25 m).
Am Ende war alles unkomplizierter als ich dachte. Insgesamt ist die Arbeit leichter, luftiger & gleichzeitig farbiger geworden als der Entwurf. Dadurch treten die Malereien auf den Aludibondplatten stärker in den Vordergrund.
Projekte dieser Art sind immer eine Gratwanderung. Die künstlerische Arbeit soll den Raum aufwerten, nicht aufhübschen, vielleicht auch mal zur Diskussion anregen & nicht so schnell langweilen. Vor allem darf sie aber nicht zur bloßen Dekoration verkommen. Mein Anliegen war es, eine Arbeit zu realisieren, die sich der Architektur nicht unterwirft, sondern die sich eigenständig neben der Architektur behauptet.
Ein letzter Blick mit Gerüst auf die Installation in der KV Saarland. Die Aludibondplatten hängen vor der Wandmalerei; die ein oder andere Kleinigkeit muss ich noch korrigieren.
Der Adler ist gelandet.
Ich habe es bereits angekündigt: Seit heute arbeite ich an meiner Installation in der im Foyer der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland. Die vermuteten Schwielen & der Muskelkater hielten sich nach dem ersten Tag zwar in Grenzen, allerdings gestaltete sich das Ganze – trotz Entwurf – schwieriger als vermutet. Während des Malens klebe ich mit der Nase an der Wand & wenn ich das Ganze mit Abstand betrachte, habe ich das Gerüst vor den Augen.
Learning by doing.
Ohne Titel, 2014
Acryl, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm
Botticellis „Primavera“ sah ich zum ersten Mal während einer Italienreise 1995. Die Figuren stehen in einem merkwürdigen Kontrast zur Landschaft.
EIn fantastisches Bild, was so rein gar nichts mit dem Frühling zu tun hat.
Auf den ersten Blick.
Ohne Titel, 2000
Acryl, Öl auf Leinwand, 200 x 280 cm
Privatbesitz
Eigentlich sollte an diese Wand im Foyer der Kassenärztlichen Vereinigung im Saarland eine aufwändigere Installation mit Aludibondplatten & Wandmalerei. Man entschied sich zunächst für eine ältere Arbeit von mir. Quasi als Platzhalter.
Der Platzhalter wird an der Wand bleiben.
Stattdessen soll ich nun einen ähnlichen Entwurf für die Wand gegenüber machen.
Auch gut.
Armin Rohr
Porträt der Hl. Edith Stein, 2000
Acryl, Öl auf Leinwand, 95 x 95 cm
Armin Rohr
Ohne Titel („Herrlichkeit“), 2000
Acryl, Öl auf Leinwand, 240 x 85 cm
Installationsansicht in der Edith-Stein-Kirche der Katholischen Hochschulgemeinde auf dem Campus der Saarbrücker Universität (Foto: Axel Fuhrmann)
Im Jahr 2000 fragte mich der damalige Hochschulpfarrer Jürgen Doetsch, ob ich mir vorstellen könnte, für die Kirche der Hl. Edith Stein der Katholischen Hochschulgemeinde in Saarbrücken eine Arbeit zu gestalten. Die Schwierigkeit des Jobs bestand darin, dass ich sowohl thematisch als auch formal völlig frei arbeiten durfte. Also keinerlei Vorgaben. Das bedeutete viele schlaflose Nächte.
Damals arbeitete ich überwiegend, wie man so schön sagt, abstrakt. Prozesse der Auflösung beziehungsweise der Formung von Körperlichkeit waren ein Thema. Transformation. Werden & vergehen. Und ich war der Beobachter & Chronist dieser Prozesse.
Und natürlich die Malerei, die Farbe.
Es mussten zwei gegensätzliche & sich gleichzeitig ergänzende Bilder sein. Sowohl formal als auch inhaltlich: eine abstrakte Arbeit & ein Porträt der Hl. Edith Stein.
Keine Illustration, kein Altarbild, keine Symmetrie, sondern zwei eigenständige Arbeiten, die in einem spannungsvollen Kontrast stehen. Im Hochformat der abstrakten Arbeit links verweisen die Farbigkeit & Reste von Körperlichkeit auf Licht & Transzendenz.
Im Portät der Hl. Edith Stein erzählen der Davidstern & das Kreuz über Herkunft & Geschichte der Nonne, die während des zweiten Weltkrieges ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort am 9. August 1942 von den Nazis in der Gaskammer ermordet wurde.
Versuche, Unsagbares, Unbeschreibliches in Bilder zu fassen.
Ohne Titel, 2012
Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm
„Im Wesentlichen bin ich mir fremd“ – war der Titel einer Ausstellung im Stadtmuseum im Spital Crailsheim.
Weil der Titel so schön war & einige Bilder aus Crailsheim ab Freitag auch in der galerie Szalc in Bonn zu sehen sind, passt der Titel natürlich auch zu dieser Ausstellung.
Immer wenn ich in Bonn ausstelle, regnet es.
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
Ohne Titel („Raum für gefallene Engel“), 2005
Öl auf geschnittenem Aluminium
5 Teile, gesamt ca. 215 x 275 cm
Privatbesitz
Ohne Titel („Raum für gefallene Engel – Fallender Engel“), 2005
Öl auf geschnittenem Aluminium
ca. 40 x 100 cm
Privatbesitz
Der „Raum für gefallene Engel“ ist eine Arbeit aus 2005. Ursprünglich war eine Wandmalerei angedacht, ähnlich wie die in der Albert-Wagner-Schwimmhalle von 2003. Aber die schlechte Qualität des Untergrundes brachte mich auf eine andere Idee: Unregelmäßig geschnittene & bemalte Teile aus Aluminium. Und so gelangte ich witzigerweise wieder zu meinen Puzzles aus Paris.
Ohne Titel, 2002
Acryl auf geschnittenem Karton, ca. 29,7 x 42 cm
Im Jahr 20002 war ich für ein halbes Jahr an der cité internationale des arts in Paris. Eher aus Mangel aus Ideen oder Langeweile gerundierte & zerschnitt ich irgendwann Karton & bemalte die einzelnen Teile, optimierte die Form hier & da, um sie danach wieder zusammenzusetzen.
Einige wenige Arbeiten brachte ich mit nach Saarbrücken.
Ohne Titel, 2013
Öl auf Leinwand über Karton, 40 x 30 cm
Den da habe ich übermalt. War ja klar.
Könnte ein Projekt werden.
Ohne Titel („Georg“), 2004
Acryl, Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm
Privatbesitz
Georg hat mein Porträt der Hl. Edith Stein in der Kapelle der katholischen Hochschulgemeinde an der Uni in Saarbrücken gesehen.
Daraus entstand dieses Porträt von Georg. Weil er auf hohe Berge klettert, habe ich in den Hintergrund einen Teil des K2 (Godwin Austen) in Pakistan gemalt.
Ohne Titel („Stylit“), 1996
Öl auf Pressspahn, 122 x 105 cm
Privatbesitz
Gelegentlich versuche ich, Ordnung in die vergangenen Jahre zu bringen. Regelmäßig scheitere ich. Ordnung ist ziemlich abstrakt. Eine Möglichkeit, Dinge zu sortieren & zu kategorisieren oder in eine Linie zu bringen. Am nächsten Tag ist man wieder unzufrieden mit den neuen Kategorien & Schubladen & richtet andere neue ein. Außerdem ist Ordnung ein Relationsbegriff. Es geht immer noch eine Spur chaotischer.
Tröstlich.
Es bleibt beim Versuch, bei dem aber immer wieder Ergebnisse der Vergangenheit in die Gegenwart gespült werden.
Zum Beispiel jene Arbeit aus 1996.
Nachtrag: 2013 wird alles anders!
Ohne Titel, 2012
Aquarell auf Aquarellpapier, 46 x 61 cm
Privatbesitz
Morgen fahre ich nach Crailsheim. Stadtmuseum im Spital.
Ich baue eine Ausstellung auf. Wie man so sagt unter Künstlerkollegen.
Der Titel der Ausstellung heißt: „Im Wesentlichen bin ich mir fremd.“ So steht es jedenfalls auf der Einladungskarte & auf dem Plakat.
In der Einladungskarte steht auch: „Die Einführung spricht der Künstler“
Das weckt Erwartungen. Man erwartet Antworten.
Aber ich habe wahrscheinlich ebenso viele Fragen an meine Bilder wie die Betrachter. Wahrscheinlich stellen auch Bilder eher Fragen als dass sie Fragen beantworten – sowohl dem Betrachter als auch mir.
Solange ich mit meinen Bildern Fragen stellen kann, werde ich malen oder zeichnen. Natürlich sind mir meine Bilder vertraut. Aber weil sie mir nicht alle Fragen beantworten, bleiben mir sie mir in gewisser Weise fremd.
Im Wesentlichen.
Ich versuche mich & mein Handeln über meine Bilder zu verstehen. Leider habe ich nicht viele Antworten auf die Fragen, die mir nach meinen Bildern gestellt werden.
Jedenfalls keine vollständigen Antworten. Es bleiben Bruchstücke. Fragmente. Ahnungen.
So sehe ich das.
Das wird das Thema meiner Einführung sein.
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!