Heute ist mein Malerkollege Kurt Emser gestorben.

An warmen Tagen traf ich ihn regelmäßig draußen sitzend, in seinem Stammcafé in Saarbrücken am St. Johanner Markt. Rauchend, ein Gläschen Weißwein trinkend. Meistens kam ich auf meinem Weg nach Hause aus dort vorbei, setzte mich dazu, nicht rauchend, ein Gläschen Rotwein trinkend. Gespräche über Gott & die Welt & natürlich Kunst. Kurt war Autodidakt (sind wir nicht alle Autodidakten?); seine Malerei wirkte roh & ungeschliffen. Ungebändigt. Kraftvoll. Vor allem war Kurt Emsers Malerei ganz eigen. Diese Bilder waren Kurt. Ich mag seine Arbeit sehr; finde darin oft Gedanken, Stimmungen & Farben & eine Freiheit, die ich auch in meiner Malerei so sehr suche.

Unsere zufälligen Treffen & Gespräche vermisse ich schon jetzt.

Wer sich beeilt, verliert nur Zeit.