ausstellungen
Kleines Zwischenspiel: Landschaften, zeitgenössisch
„Contemporary Landscapes“
Mit: Jan Holthoff, Benjamin Novalis-Hofmann, Benedikt Richert, Armin Rohr, Fabian Seyd, Miriam Vlaming, Roger Wardin
20. Februar 2010 – 14. März 2010
Eröffnung: 19. Februar 2010, 19:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Samstag: 14:00 – 17:00 Uhr
Sonntag: 11:00 – 14:00 Uhr
Atelierhaus Walzwerkstraße, Walzwerkstraße 14, 40599 Düsseldorf
gefördert durch: Philara, Galerie Börgmann, Kulturamt Düsseldorf
Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!
HBKsaar: Rundgang 2010

Jahresausstellung der HBKsaar
29. 01. – 01. 02. 2010
Eröffnung:
Freitag, 29. Januar 2009, 18:00 Uhr
im Foyer der HBKsaar
Rundgang Handwerkergasse Völklingen
Eröffnung:
Samstag, 30. Januar 2010, 14:00 Uhr
Informationstag für Studieninteressierte:
Montag, 1. Februar 2010, 10:00 – 15:00 Uhr
Am reinen Tisch (mit Torsten Ruehle)

Torsten Ruehle
Swimmingpool II, 2006
Öl u. Pigmentstift auf Leinwand, 120 x 180 cm
„Am reinen Tisch”
Galerie Börgmann, Krefeld
28.11.2009 – 08.01.2010
Eröffnung am 28.11.2009, 20.00 Uhr
Schon der Titel macht neugierig. „Am reinen Tisch“ erscheint wie die Mischung zweier gängiger Redensarten – und die Verknüpfung deren Inhalte. Der Titel der letzten Ausstellung der Galerie Börgmann im Jahr 2009 mit Arbeiten von Armin Rohr (Saarbrücken) und Torsten Ruehle (Berlin) lässt die Werke der beiden Maler in den attraktiven Räumen auf dem Südwall in Krefeld beinah wie zu einem Gespräch am runden Tisch zusammen kommen. Und zugleich, so zeigt die Präsentation, entkräften die Bilder die Vorstellung von der finalen Interpretation. Denn beide Künstler spielen gezielt bei der Komposition ihrer Gemälde mit dem Aspekt der Offenheit, der dem Betrachter, trotz des jeweiligen Spektrums an vermeintlicher Eindeutigkeit, größtmöglichen gedanklichern Freiraum erlaubt.
So animieren Torsten Ruehles Interieurs einzutauchen in Ansichten von Innenräumen, die sich an der Grenze zwischen Realität und Fiktion bewegen. Räume, deren Einrichtung vertraut erscheint, dabei durch Farbgebung sowie perspektivische Konstruktion nachhaltig irritiert. Ruehle färbt alle Motive in Weiß und dessen Ableitungen. Vereinzelt nur durchziehen weitere Farbschimmer die Bilder. Schwarze Konturen geben dafür den Gegenständen Halt und unterstreichen dadurch ihre enorme Präsenz in einem ansonsten zeitlosen Gefüge. Immer wieder überraschen Objekte wie Fremdkörper die Komposition, kleine Motive, die wie ein kleines Porzellankätzchen, den Bildern zu ihren Titeln verhelfen. „Motive von Belang“, wie Emil Otto Nardorff richtig erkennt, womit grundsätzlich ein wesentlicher Aspekt der Malerei Ruehles benannt ist. Seine Arbeiten, zu denen auch übermalte Porträtfotografien zählen, erscheinen niemals willkürlich. Sie verleiten vielmehr den Betrachter, sich auf eine assoziative Reise des Erkennens zu begeben. In dem Maße, wie Ruehle sein Werke von vorhandenem Bildmaterial aus weiter collagiert und den Möglichkeiten surrealistischer Kombinatorik folgend erweitert, bleibt es auch in Bewegung – ohne den Makel der Monotonie oder Belanglosigkeit.
Vergleichbar lenken auch die Bilder von Armin Rohr von der gemalten Oberfläche auf eine tieferliegende, interpretatorisch offenen Ebene. Hier angelangt offenbart sich dem Rezipienten unter dem übergreifenden Titel „Macht und Machtraum“ ein hintergründiges Spiel, das scheinbare Eindrücke in die Schaltzentralen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erlauben meint. Doch die Szenen der neuen Bilder von Armin Rohr sind nicht weniger inszeniert, als die als Vorlage dienenden Fotografien gestellt sind – übersteigert in ihrer Künstlichkeit noch durch die Wahl von Farbe und Komposition. Dafür entwickelt der Maler eigenwillige Raumansichten, in denen sich die jeweiligen Personen wie in Nebelschleier zu bewegen scheinen. Durch weiß abgepufferte Ölfarbe gleichen die Figuren unrealen Schemen, wie Bilder aus der Erinnerung in nicht weniger zeitlosen, dabei farblich gefassten Räumen. Folge davon sind eigenwillige Stimmungen, die den Betrachter umfangen. Stimmungen, die zum einen das spiegeln, was den Künstler aktuell bewegt. Zum anderen auch Stimmungen, die der jeweiligen Emotionalität des Betrachters gehorchen.
Armin Rohr und Torsten Ruehle laden die Betrachter ein, in erster Linie ihren Überlegungen zum Thema Malerei zu folgen. Denn wenngleich auch gerade Rohrs Gruppenszenarien oft politisch anmuten und Ruehles Interieurs wie Lehrstücke der Wahrnehmung erscheinen, so liegt beiden Künstlern jede Form einer interpretatorischen Festlegung fern. Nicht geistiger Überbau oder Verkopfung ist ihre Intention. Ihre Qualität ist vielmehr in jener Offenheit und Freiheit verankert, die auch nachhaltig nicht an Kraft verliert. Die Ausstellung in der Galerie Börgmann erlaubt diesem wesentlichen Kriterium für Kunst, einer Absichtserklärung nicht unähnlich, „Am reinen Tisch“ zu begegnen.
Dr. Christian Krausch
Kunsthistoriker Mönchengladbach
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Art Venture

Ohne Titel („Schläfer”), 2007
Acryl, Öl auf Leinwand, 140 x 105 cm
Unter dem Titel Art Venture findet zur Zeit in der galerii miejskieej Bydgozcz (Städtischen Galerie Bydgoszcz) eine Austausch-Ausstellung mit dem Saarländischen Künstlerhaus statt.
Der Kurator der Ausstellung in Deutschland ist Waclaw Kutschma, die Kuratoren der Ausstellung in BWA Künstler Lukas Kramer und Leiter des Hauses der Kunst in Saarbrücken – Dirk Bubel. In Bydgoszcz Ausstellung ab heute können Sie die Arbeit sowohl mit figurativen Malerei und Abstraktion verbunden zu sehen, und Multimedia-Installationen. – Die Arbeit der deutschen Künstler sehen die Auswirkungen von Französisch-Kunst, weil das Land, aus dem sie stammen, an der Grenze zu Frankreich – Waclaw sagte Kutschma, Leiter der Liebhaber Galerie. – Sami Künstlern über Kunst, sagen sie, dass es nicht sehr beliebt. Diese Menschen leben, weil das kleine Land in eine Art Mikroklima. Auf Polnisch können wir ihre Arbeit als experimentell, oder zu identifizieren – wie manchmal behauptet wird darüber – OFF-, Schwellen an der Seitenlinie entfernt von den wichtigsten Trends.
Künstler bestätigt die Worte des Kutschma im Katalog zur Ausstellung: „Seien wir ehrlich miteinander. Unsere Einflüsse sind begrenzt. Wenn Saarland scheint in den nationalen Nachrichten, dient es als Größenvergleich, um die Größe der Verwüstung und Unheil zu beschreiben.“
Saarland, jedoch hat sich zu einem Ort der aufstrebenden Künstlern und Künstlern. Sie hatten die Möglichkeit einer friedlichen Entwicklung, ohne Einflussnahme von außen: „Es bot einen kleinen Vorteil: eine kurze Strecke zwischen den Institutionen führen häufig zu schnellen Entscheidungen in direkten Gesprächen. Der Abstand zwischen der Idee und ihrer Umsetzung war schlecht. Small size, die Stilllegung und die Transparenz des Landes zeigt die Entwicklung der Kreativität der jungen Künstler und Künstler wie unter einer Lupe „- Sabine Graf sagte. – „Eines ist sicher: Es kann gut entwickelt. Die Chance besteht noch. Es ist ein klarer Vorteil des Landes die kleine Einflüsse von außen. Es gibt einen Grund zur Traurigkeit, Scham oder Verzweiflung. Looking eng, das ist das Paradies.“
Trotz dieses, aber das Mikroklima Einwohner ähnlichen Themen beschäftigen denen, die in der europäischen Kunst gesehen werden kann: auf der Suche nach einer Formel, in der heutigen Welt zu finden, in der Kunst beschäftigt im Zusammenhang mit Körper Wertschätzung für ihn, beziehen sich auf die Ideale der Modelle. Verschieben oder anderen sozialen Themen wie Terrorismus, auch bei einer Kollision mit der Naivität eines Kindes. Auch suchen Inspiration in rozterkach mit geistigen Problemen verbunden.
Die Ausstellung wurde vom Direktor bwa Kontakt mit dem Künstler Lukas Kramer organisiert. – Durch solche Projekte, haben die lokalen Künstlern die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Künstlern aus dem Ausland, bilden die besondere Klima – Kutschma sagt. – Ein bydgoscy Publikum sehen Sie die Kunst in der faszinierenden Ort, die wahrscheinlich nur sehr wenige Menschen gehört haben, erstellt. Durch unsere Kontakte mit Griechenland, den Niederlanden und Deutschland auseinander Community können sich gegenseitig inspirieren, erweitern ihren Horizont. Denn sicher, dass wir diese Idee weiter.
Während der Ausstellung in der deutschen Stand ihrer Arbeiten haben gezeigt, Pleszyński Gregory, Thomas Dobiszewski, Krzysztof Skarbek, Krzysztof Gruse, Catherine LYSZKOWSKA, Agata Faszcze, Joanna Wroblewska, Paul und Peter Sokolowski Kutschma. In der deutschen Show in Bydgoszcz präsentiert ihre Arbeit einbeziehen Armin Rohr, Hans Husel, Andrea Neumann, Franz berrar, Maja Sokolova. Die Ausstellung im Saarland ist bis zum 22. November, und die Ausstellung von deutschen Künstlern aus Bydgoszcz bis 29. November. Die Eröffnung findet heute um. 18 in der Städtischen Galerie BWA. Der Eintritt ist über die Öffnung frei.
Ein Video von der Eröffnung gibt es auch!
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Sentiers Rouges
„Das Projekt Sentiers Rouges wurde 2003 vom lokalen Initiativ- und Managementzentrum ins Leben gerufen. Das Ziel bestand in der Förderung des sozio-kulturellen Austauschs in den zwölf Gemeinden der südlichen Region Luxemburgs. Das Projekt kann als eine Art Versuchslabor angesehen werden, das sich für eine Region einsetzt & dabei die Kunst nutzt, um unser kulturelles Erbe kritisch zu betrachten. Seither organisiert Sentiers Rouges jedes Jahr einen Arbeitsaufenthalt, während dem unter anderem Künstler aus der Großregion zusammenkommen, um sich dem gleichen Thema zu widmen.
Das Saarländische Künstlerhaus als Partnerorganisation von Sentiers Rouges hat für das Jahr 2009 den Saarbrücker Künstler Ludwig Schmidtpeter vorgeschlagen.
Ausgangspunkt für seine Arbeit mit dem Titel „Drive by shooting” hier in Esch war Ludwig Schmidtpeters Arbeit „Krypta”, die er selbst als „Dokumentation einer spekulativen medien-archäologischen Untersuchung” bezeichnet.
In „Krypta” geht Ludwig Schmidtpeter der Frage nach, welcher Art wohl heute Grabbeigaben beschaffen seien – sofern es sie in unserer heutigen, vollständig säkularisierten Welt noch gäbe – wie sähen diese Gegenstände aus?
Nach einem Telefonat mit Ludwig gab ich in das Google-Suchfeld meines Browsers spontan die drei Worte „Grab Sarg iPod” ein.
„Aus den Vereinigten Staaten kommt ein neuer Trend. Besonders in Hollywood ist es sehr beliebt, Verstorbene mit ihren technischen Lieblingsstücken wie Mobiltelefonen zu begraben. Das berichtet das Bestattungsunternehmen „Hollywood Forever“. Auch Game Boys und iPods seien sehr beliebt, insbesondere bei jungen Leuten […].”
Letzten Samstag wurden die einzelnen Projekte vorgestellt.

Ludwig Schmidtpeter: „Drive by shooting”

Jonathan Loppins Arbeit „L’échappée”
Yoann van Parys stellt das Buch „Récit d’un voyage au Luxembourg” vor.
Boris Thiébauts „Ecole de la forêt”
Von den „Vogelkäfigen” der Luxemburger Künstlerin Tessy Bauer habe ich leider keine Fotos …
(Infos zu Sentiers Rouges 2008)
Installation
„Aber ich war sicher, dass er aus der Provinz kam, und er war mir, ich weiß nicht, warum, gleich sympathisch.”
(Ludwig Harig im Treppenhaus der Aula – der ist schließlich hier geboren.)
Detail (mit Hammer & Arbeiten von Günther Holder & Armin Rohr)
Heimspiel mit Günther Holder
Günther Holder
„WALDSTÜCK”, 2003
Holz, Öl- & Lackfarbe, 21 x 41 x 10 cm
© Günther Holder
Nächste Woche Freitag, der 25. September, wird im Kunstverein Sulzbach eine Ausstellung mit Arbeiten von Günther Holder & mir eröffnet.
Der Kunstverein Sulzbach ist noch recht jung & hat seine sehr schönen Räume in der sog. Aula.
Einen großen Teil meiner Jugend verbrachte ich in diesem Sulzbach. Sie war nicht immer unbeschwert; das lag allerdings mehr an mir & dem neuen Knabenrealgymnasium, welches ich eine Zeit lang besuchte & eigentlich der Neubau des Altbaus war, welcher damals in eben dieser neu gestalteten Aula untergebracht war & noch Mädchenrealgymnasium Suzbach hieß. Außerdem & unter anderem an unserem Lateinlehrer Herrn Fischer. Aber das sind andere Geschichten.
Über die Arbeit von Günther Holder steht folgender Text in der Einladungskarte:
Metamorphosen des Materials.
„Denn wahrhaftig steckt die Kunst in
der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie.“
(Albrecht Dürer, Vier Bücher von menschlicher Proportion)
Günther Holders Arbeiten behaupten sich im Spannungsfeld zwischen Malerei und Skulptur; sie sind gleichzeitig Ding und Bild. In ihnen verbindet sich die taktile Qualität der Skulptur mit der optischen Sensibilität der Malerei zu einer beide Gattungen reflektierenden Ausdrucksform (…).
Die in vielen lasierenden Schichten aufgetragene Öl- und Lackfarbe dient der Verdeutlichung des Trägermaterials. Ihre Brillanz, ihr Spiel mit Licht und Schatten, hebt die Plastizität und die Zeichnung des Untergrunds hervor. Das Relief des Malgrundes wiederum bietet der Farbe ein abwechslungsreiches Terrain, auf dem sie ihre volle Leuchtkraft entfalten kann (…)
Wie eine Haut legen sich die Farbschichten auf das Relief der Oberfläche und fungieren als Membran zwischen Innen und Außen. Sie sind einerseits Grenze zwischen Objekt und Umraum und andererseits Verbindungszone – sie sind der Ort, an dem das Material sich artikuliert.
Dass Holder die bemalte Oberfläche des Holzobjekts als Malerei versteht, macht er unmissverständlich durch das Abbrechen der Farbe an den Rändern deutlich. Grundierung und einzelne Farbschichten werden nachvollziehbar, die Handwerklichkeit des Farbauftrags wird sichtbar. Hier an den Kanten treffen Malerei und Skulptur, Kunst und Natur, ein additives und ein subtraktives Prinzip aufeinander (…)“.
Nikolaus Bischoff
(Auszug aus dem Katalogtext „Waldstücke”)
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Klein, aber fein
Denkraum Siegburg, in Zusammenenarbeit mit der aga galerie.
„Bilder – nichts als Bilder.“
Ein Überblick aus den Jahren 2005 – 2008.
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Testimonial
Ohne Titel, 2008
Mischtechnik auf Büttenpapier, 32 x 24 cm
Privatbesitz
(Ähnlichkeiten zwischen abgebildeten Personen und real existierenden Personen sind rein zufällig)
„Dein Land macht Kunst“
Landeskunstausstellung 2008
Eröffnung:
20. Juni, 18 Uhr, im Saarlandmuseum Saarbrücken
im Anschluss, 19:30 Uhr im Saarländischen Künstlerhaus
im Anschluss, ca. 20:30 Uhr in der Stadtgalerie Saarbrücken
(Ein wirklich dämlicher Slogan. Übrigens.)
Unser Dorf soll schöner werden …
Ohne Titel (zu: „Towar“), 2008
Mischtechnik auf Papier, 42 x 29,7 cm
„Landeskunstausstellung 2008“ – „Dein Land macht Kunst“?!?!
Übersicht
Kommenden Sonntag im Kunstverein Frankenthal
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Zeitsprung
Ohne Titel, 1993
Mischtechnik auf Transparent-Papier, 29,7 x 21 cm
… heißt eine Ausstellung des Saarländischen Künstlerbundes in der Stadtgalerie Saarbrücken (1. September bis zum 7. Oktober 2007, Vernissage am 31.08.2007, 19:00 Uhr).
Ich springe von 1993 bis 2007.
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Bad Bergzabern
„Bilder – nichts als Bilder …”
Malerei – Zeichnung
Vernissage: Mittwoch, 30. Mai 2007, 19:00 Uhr
„Artgalerie am Schloss“
Südpfälzische Kunstgilde e.v.
Wilhelmstrasse 73g
52249 Bad Bergzabern
(Mittwoch, 30.05. bis Sonntag, 16.06.2007)
Nachtrag:
Besprechung von Gabriele Weingartner in der Rheinpfalz vom 04.06.07:
Kompromisslose Sicht auf desolate Welt
Ist die Welt wirklich so martialisch, wie sie sich uns in den Bildern Armin Rohrs präsentiert? Ein Blick ins abendliche Fernsehprogramm belehrt uns keines Besseren. Und doch lohnt es, sich auf die derzeit in der artgalerie am schloss in Bad Bergzabern ausgestellten Arbeiten des saarländischen Künstlers einzulassen. Auch wenn man ungetröstet vondannen zieht.
Eigentlich traut man ja seinen Augen nicht, beziehungsweise will ihnen nicht trauen: dass da buchstäblich auf jeder Mischtechnik die Gewalt obsiegt, dass da permanent Männer mit Maschinengewehren und Pistolen durchs bildnerische Gelände robben, dass selbst Spielzeug-Kuscheltiere wie Bären und Hasen und jede Menge Playmobil-Figuren bis an die Zähne bewaffnet sind und auf uns, die Betrachter – zu zielen scheinen. Nicht nur auf uns sogar, sondern auch auf die Jungen und Mädchen, die sich auf die Leinwände verirrt haben, dort im Schneidersitz hocken in melancholischer Pose oder verlegen ihr kurzes Röckchen um die Finger wickeln.
Bunt und poppig geht es zu in Armin Rohrs vermeintlich comicartiger Welt, wo die Inhalte der Sprechblasen konsequent übermalt wurden. Ein bisschen Lichtenstein-Verschnitt-artig sogar, nur dass die bekannte Rastermethode sich hier aufzulösen beginnt und Rohrs medienkritische Absicht mitnichten ironisch oder gar zynisch daherkommt.
Dass aber die Gewalt allgegenwärtig ist und es hier nicht um malerische Spielereien geht oder gar Reminiszenzen an die Popart, das zeigen vor allem die Schablonen kriegerischen Inhalts, die von einem Bild ins andere wandern. Die Cowboys in ihrem wiegenden Gang, die ein bisschen an Bush erinnern, die Dinosaurier, die überhaupt nicht gemütlich aussehen, die abgeschossenen Playmos, mit denen sich die krude Wirklichkeit so gut simulieren lässt. Sozusagen ohne Titel ziehen die Arbeiten ihre wirklichen Titel auf der Preisliste in Klammern hinter sich her und nennen sich etwa „Unschuld und Wehmut“ oder „Run chicken run“. Das heißt, wollen nicht plakativ Stellung nehmen und tun es letztlich doch, auch mit Mitteln, die in ihrer souverän agierenden Collagemanier aus der Werbung zu kommen scheinen.
Erst in einer Reihe von Selbstbildnissen gibt Armin Rohr dann den Blick auf seine inneren Impulse frei.
„Versuche über die Verzweiflung“ heißt die Serie, die den Künstler mit vielerlei Attributen versehen zeigt. Mit Punkten im Gesicht, mit Haarnetz, mit Lockenwicklern auf dem Kopf, Geschlechter übergreifend. Nur seine Mimik bleibt immer gleich und die Brille erkennbar und somit auch die klare, kompromisslose Sicht auf die desolate Beschaffenheit der Welt. Zu Hause erwarten den Betrachter, wie gesagt, die Blockbuster mit ihren Explosionen und die Nachrichtensendungen mit den minutiös abgefilmten Resultaten der täglichen Selbstmordattentate. Dass Rohrs Arbeiten insofern ästhetische Zumutungen bleiben müssen und keine malerisch kunstvollen Offenbarungen, unterliegt keinem Zweifel. Um Bilder, die man sich zur Erbauung übers Sofa hängt, handelt es sich allerdings nicht. Die Zeiten sind eh vorbei.
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Eschweiler
„Ausweitung der Schnittmenge”
Malerei – Zeichnung
Vernissage: Sonntag, 11. März 2007, 17:00 Uhr
Galerie Art Engert
Wilhelmstrasse 73g
52249 Eschweiler
(11. März – 16. April 2007)
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Aufbau
Heute geht es zum Kunstverein Bretten.
Einzelausstellung.
Aufbau.
Das hört sich nach körperlicher Arbeit an – & ist es auch. Allerdings ist die Kopfarbeit, nämlich Konzentration & Anspannung, ungleich anstrengender, schweißtreibender. Es ist ein Prozess, ähnlich dem der Malerei. In & mit einem Raum zu arbeiten, sich den Raum erschließen.
Es entsteht ein begehbares Gemälde mit Bildern & Zeichnungen – das Finish, sozusagen.
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