armin rohr
Malen mit Licht. Musterfelder
Ausführung in Floatglasmalerei, ca. 40 x 30 cm
6 mm Floatglas Optiwhite, Kanten geschliffen, malerisch bearbeitet durch Airbrush-Auftrag, Farbaufschüttung und Vertreibung, Handmalerei und Lasuren; die Scheiben mehrfach zwischengebrannt, als letzten Brand sekurisiert mit Heatsoaktestung (ESG-H); die Scribble-Bereiche im Fotoresistverfahren ausgestrahlt, farbige Scribble auf eine zweite ganzflächige Trägerscheibe aus 5mm Optiwhite satt aufgedruckt im Siebdruckverfahren, eingebrannt und Heatsoak getestet (ESG-H), anschließend beide Ebenen mit einem 2-Komponentensilikon ganzflächig laminiert, so dass die Mattigkeit der Sandstrahlung wieder nahezu aufgehoben wird.
Ausführung in mundgeblasenem Lambertsglas®, transparent oder Opal mit Farbüberfängen oder Farbdoppelüberfängen, ca. 40 x 30 cm
Farbige Echtantikgläser, ätztechnisch und malerisch bearbeitet, an den Stoßkanten exakt aufeinander eingeschliffen, die Echtantikgläser im Fotoresistverfahren sandgestrahlt und die farbigen Zeichnungen ebenfalls auf eine Trägerscheibe aus 5 mm Optiwhite satt aufgedruckt; die Scheiben sekurisiert und Heatsoak getestet (ESG-H) und mit dem Echtantikglas mit einem 2-Komponentensilikon nahezu blasenfrei auflaminiert.
So ähnlich steht das im Angebot. Klingt alles ziemich kompliziert.
Ist es auch.
(Anmerkung:
Heat Soak Test:
ESG-Gläser neigen materialbedingt in Einzelfällen dazu, durch Nickelsulfideinschlüsse auch noch nach Jahren spontan zu Bruch zu gehen. Der Gesetzgeber sieht deshalb für sicherheitsrelevante Anwendungen einen Heat Soak Test nach DIN EN 14179 und der Bauregelliste des DIBT vor, durch welchen entsprechende Gläser aussortiert werden können.)
Malen mit Licht
Ohne Titel, 2011
Bleistift auf Papier, 29,7, x 42 cm
Zur Zeit beschäftigen mich mehrere Projekte.
Eines davon ist das „Malen mit Licht“.
Für eine Kapelle in Backnang entwarf ich auf Grundlage dieses Aquarells die Gestaltung für drei Fenster.
In den Farbraum der Fenster verwoben sind Zeichnungen. Die werden allerdings auf jeweils eine Floatglasscheibe per Siebdruck aufgetragen & gebrannt & vor die eigentlichen „Aquarellfarbraumscheiben“ gesetzt.
Das ist nicht so ganz einfach, weil die Zeichnungen also nicht das Ergebnis, sondern die Zwischenstufe sein sollen. Für den Siebdruck. Der Weg der Zeichnungen geht über den Scanner oder die Kamera über die Nachbearbeitung in Photoshop. Ich weiß zwar, wie sie im Ergebnis aussehen könnten. Ich weiß aber nicht, welche Zeichnung tatsächlich für den Druck geeignet ist.
Muss ich also probieren.
Zeichnen.
Meine Sache
Ohne Titel, 2011
Bleistift, Aquarell auf Papier, 29,7, x 42 cm
In Venedig war ich dieses Jahr nicht.
Nach allem, was ich über die Biennale gelesen habe in den letzten Wochen, erscheint mir dieser Artikel aus der SZ über den italienischen Beitrag ziemlich bemerkenswert:
„Denn der Ausschluss schafft Bedeutung …“
Friede, Freude, Eierkuchen
Ohne Titel, 2011
Bleistift, Aquarell auf Papier, 21 x 29,7 cm
Ohne Titel, 2011
Bleistift, Aquarell auf Papier, 21 x 29,7 cm
Apropos vierter Pavillon: Heute in der Zeitung: „Wir haben keine Finanzmittel mehr.“
Nicht abwegig: Nebenrechnung
Anonym, Ohne Titel, 2011
Kugelschreiber auf gefalztem Papier, ca. 21 x 14,7 cm
Nebenrechnungen. Etwas tun & anschließend abkaken. Oder in Frage stellen. Anzweifeln. So wie den z. B. Einkaufszettel …
Und Twombly.
Mein Hobby ist übrigens Rechnungen schreiben. Ich komme nur so selten dazu.
Lucien Freud, Norbert Tadeusz & Cy Twombly sind tot.
Lucien Freud ist tot.
Was bleibt, sind seine Bilder.
Für mich waren das Landschaften. Schrundige, schartige, bis an die Grenze gequälte Farbe. Farblandschaften. In diesen schrundigen Landschaften ging ich sehr gerne mit meinen Augen spazieren. Wenn ich mal die Gelegenheit hatte, Originale zu sehen.
Ebenso wie er wahrscheinlich in den Gesichtern & Leibern spazieren ging, die er malte. Mit Pinsel, Farbe, Bleistift & Radiernadel.
Außerdem starb am 11. Juli starb Norbert Tadeusz. Den ich wirklich mal in seinem Atelier in Düsseldorf getroffen habe.
Cy Twombly starb am 5. Juli. Seine Bilder & Zeichnungen haben mich schon in jungen Jahren nachhaltig geprägt.
Rams in der Kunst
Ohne Titel, 2011
Öl auf Papier, 29,7 x 21 cm
Die berühmten Worte von Dieter Rams, übertragen auf die Kunst:
Zehn Regeln für gute Kunst:
Gute Kunst ist innovativ.
Gute Kunst macht sich brauchbar.
Gute Kunst ist ästhetische Kunst.
Gute Kunst macht sich verständlich.
Gute Kunst ist ehrlich.
Gute Kunst ist unaufdringlich.
Gute Kunst ist langlebig.
Gute Kunst ist konsequent bis ins letzte Detail.
Gute Kunst ist umweltfreundlich.
Gute Kunst ist so wenig Kunst wie möglich.
Fragen
aus: Meine einsamen Performances:
„In Kisten starren“, Juni 2011
In der Ausgabe 26/2011 vom 24. Juni 2011 des FORUM – WOCHENMAGAZINS beantwortete ich einen Fragebogen. Steht leider nicht online.
Dann halt eben so:
Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?
Irdisches Glück ist nicht vollkommen. Dafür fehlt es ihm einfach an Dauer.
Ihr Traum vom Glück?
Eine gelungene Zeichnung.
Was wäre für Sie das größte Unglück?
Eine misslungene Zeichnung.
Ihr liebster Romanheld/Ihre liebste Romanheldin?
Bunny Munro aus Nick Caves Roman „Der Tod des Bunny Monroe“.
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Alle großen Gescheiterten.
Ihr Lieblingsheld/Ihre Lieblingsheldin in der Wirklichkeit?
Meine Frau und meine Kinder.
Ihr Lieblingsmaler/Ihre Lieblingsmalerin?
Der Urheber der ältesten Höhlenmalereien in der Chauvet-Höhle in der Ardèche.
Ihr Lieblingskomponist?
Shostakovich.
Ihre Lieblingsblume?
Die Pusteblume.
Ihr Lieblingstier?
Der Schabrackentapir.
Ihr Lieblingsschriftsteller/Ihre Lieblingsschriftstellerin?
Momentan lese ich Houellebecqs „Karte und Gebiet“.
Ihr Lieblingsbuch?
Der Diercke Weltatlas.
Welche Eigenschaft schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Die Fähigkeit, sich selbst zu ertragen.
Welche Eigenschaft schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Die Fähigkeit, mich auf Dauer zu ertragen.
Ihre Stärke?
Für ein gutes fünfgängiges Menü brauche ich mittlerweile kein Kochbuch mehr.
Ihre Schwäche?
Beim Anblick eines Bildes von z. B. Vermeer, Dürer oder Velázquez werde ich schwach.
Was sind Ihre liebsten Beschäftigungen?
Malerei und Zeichnung.
Wo möchten Sie leben?
Im Hier und Jetzt.
Wer oder was hätten Sie sein mögen?
Der oder das, der ich bin. Gelegentlich Colin Firth. Er spielte Jan Vermeer in Peter Webbers Fim „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ & durfte Scarlett Johannsson alias Griet malen. Worauf ich sehr neidisch bin.
Wen möchten Sie gerne persönlich kennenlernen?
Lady Gaga.
Was würden Sie tun, wenn Sie Bundeskanzler/Bundeskanzlerin wären?
Ich würde malen, zeichnen und spazieren gehen mit meiner Familie.
Was verabscheuen Sie am meisten?
Die Fantasielosigkeit körperlicher Gewalt.
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Die Beckerrolle.
Ihre derzeitige Geistesverfassung?
Eine Gratwanderung.
Ihr Motto?
Aufstehen. Immer wieder.





































































